Offene Hochschulen Hamburg

Die Aufgabe von Bildung und Wissenschaft ist es, für gesellschaftlichen Fortschritt im Sinne aller Menschen weltweit zu sorgen. In diesem Sinne setzen wir uns als Aktive aus dem hochschulübergreifenden Aktivenkreis Offene Hochschulen Hamburg für eine Öffnung der Hochschulen in geschützter Präsenz, kritische Wissenschaft und eine Verbesserung der sozialen Lage der Studierenden ein. Hier kannst du mitmachen.

Aktivitäten

Plakat „Präsent bleiben an einer Offenen Hochschule! Eine Komödie in fünf Akten.“

Universitäten sind keine Infektionsherde, erst recht nicht unter 3G, und es ist wenig aufklärerisch, die Schuld an der Entwicklung der Pandemie bei den Einzelnen zu suchen, anstatt die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik zu benennen. Anstatt der Einschränkung von Präsenzlehre (wie an der Uni Hamburg aktuell durch die Einführung einer 2G Regel) wäre beispielsweise ein sinnvoller Beitrag der Hochschulen eine aufsuchende Impfkampagne für Studierende und für die gesamte Bevölkerung anzubieten. Um diesen Widerspruch diskutierbar zu machen haben wir Aktivenkreis „Offene Hochschulen“ ein Plakat entworfen, das wir überall am Campus der Uni Hamburg und das HAW verteilen wollen. Es beginnt so:

Vorspiel auf dem Campus.
Sommersemester 20: Hochschullockdown #1. Wintersemester 20/21: Hochschullockdown #2. Sommersemester 21: Hochschullockdown #3. Wintersemester 21/22: Hochschulöffnung? Orientierungseinheiten am Campus. Studierende in der Begegnung:

„Mit welchen Hoffnungen startest du dein Studium?“
„Ich will besser verstehen, warum die Welt gerade so ist wie sie ist.
So scheiße. Das muss doch besser gehen! Und ich glaube, dass das
Studium dabei helfen kann. Zu verstehen, aber auch zu handeln.“

„Hast du Ängste, mit denen du ins Studium startest?“
„Ich habe Sorge, den Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Abgehängt
zu werden. Den Anschluss zu verlieren. Ich habe Angst, dass das
Studium wieder in den digitalen Leerraum verlagert wird.“

Die PDF findet ihr hier als Plakat und hier als Flyer.

KULTUR ERÖFFNET

Mit der Kulturwoche haben wir gemeinsam im Geiste einer begegnungsbejahenden und auseinandersetzungsfreudigen Kultur das Wintersemester 21/22 eröffnet!

Für den Beginn des Wintersemester 2021/2022 hatte der Akademische Senat der Universität Hamburg eine AG einberufen, die die Wiederaufnahme der Präsenzlehre und die Wiederbelebung des Campus sang- und klangvoll begleiten sollte. Solo Jazz Improvisationen auf dem Piano, Poetry Slams, Theater-Performances, Kurzfilme, Widerstandslieder aus Süd-Amerika und der Welt, Lesungen und Gesang haben uns in Schwingung und gegenseitige Bezugnahme versetzt. Inhaltlich haben die Beiträge gemeinsame Herausforderungen und Ausblicke thematisiert wie Krieg und Frieden, die neue Rechte und Antifaschismus, Kolonialismus und Internationalismus, Kapitalismus und Sozialismus sowie die Vereinzelung durch den Lockdown und die Befreiung aus dem Unpolitischen.

Diesen Geist einer lebendigen Uni-Kultur wollen wir auch in das laufende und in die kommenden Semester tragen, um unsere facettenreichen Auseinandersetzungen im Kleinen mit dem Großen an unserer Uni klangvoll, poetisch oder humoresk diskutierbar zu machen.

Mitgliederübergreifende Versammlung zur Uni-Öffnung an der Uni Hamburg am 02.09.21

Bildung, kulturelle Emanzipation und wissenschaftliche Kontroverse sind von zentraler Bedeutung für die Entwicklung hin zu einer zivilen, sozial gerechten, kulturell reichhaltigen Weltgemeinschaft. Nach drei Semestern beispiellosen Hochschul-Lockdowns wollen wir eine vorwärtsweisende Uni-Öffnung und eine neue Kultur des produktiven Streits und der solidarischen Bezugnahme realisieren und damit die Verantwortung für diese Entwicklung neu bewusst wahrnehmen. Diese gemeinsame Herausforderung gelingt durch hochschulöffentliche Debatte und Verständigung. Als Aktive aus der Initiative „Offene Hochschulen Hamburg“ an der Uni Hamburg haben wir daher mit verschiedenen Fachschaftsräten eine mitgliederübergreifende Versammlung zur Uni-Öffnung organisiert.

Hier findet ihr die Aufzeichnungen von der Veranstaltung:
– eine kurze satirischen Performance des FSR Sozialökonomie zur Verarbeitung der Online-Seminare: https://lecture2go.uni-hamburg.de/en/l2go/-/get/v/56080
– einen Input zur Einschätzung der politischen Kontroverse um die Frage der Uni-Öffnung: https://lecture2go.uni-hamburg.de/en/l2go/-/get/v/56082
– einen Input zur Motivation für Präsenzlehre: https://lecture2go.uni-hamburg.de/en/l2go/-/get/v/56083

Diskussionsveranstaltung mit Kommiliton*innen aus Frankreich am 02.04.21

International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschullockdown / Solidarité internationale: oui à des études socialement responsable, non à la fermeture des facs

Den Flyer zur Veranstaltung findet ihr hier: auf deutsch und auf französisch 

Demonstration: Solidarische Krisenlösung BILDEN — für die Öffnung der Hochschulen am 24.11.20

Aus dem Aufruf zur Demonstration: „Hochschulen sind keine Infektions-Hotspots! Im Gegenteil, sie stehen in der Verantwortung, zu einer humanen und solidarischen Lösung der Krise beizutragen. Mit erprobten Hygienekonzepten und einer erhöhten gegenseitigen Aufmerksamkeit sollte im Wintersemester deswegen möglichst viel in Präsenz stattfinden!“

Ein Kurzvideo mit Eindrücken von der Demo:

Alle Redebeiträge von der Demo zum Nachschauen:

Petition: die geplante Präsenzlehre im Wintersemester ermöglichen!

Im Wintersemester haben Lehrende der Universität Hamburg eine Petiton für die Ermöglichung von Präsenzlehre im Wintersemester 20/21 gestartet. Im Petitionstext heißt es dazu: „Hochschulen und Wissenschaft sind von Bedeutung für eine solidarische, nachhaltige Bearbeitung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Analyse und rationale Argumentation sind hochwirksam gegen Angst, Fake-News, Verschwörungstheorien und Demagogie. Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung und die universitäre Gemeinschaft brauchen Begegnung, Bezugnahme, Diskussion, Mimik, Gestik, spontane Anregungen in einem gemeinsam – unter den aktuellen Bedingungen besonders sorgfältig – belebten Raum.“

Kundgebung und Übergabe der Petition: Für Präsenz und Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen!

Am 23.09. haben Aktive aus dem Präsenz- und Solidarsemester Bündnis bei einer Kundgebung auf dem Gänsemarkt die Unterschriften der Petition „Für Präsenz und ein Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen“ an Vertreter*innen der Wissenschaftsbehörde übergeben. Im Petitonstext heißt es unter anderem:

„Es ist die Aufgabe der Hochschulen zu Friedensbildung, solidarischen internationalen Beziehungen, Demokratisierung, einem nachhaltigen Austausch mit der Umwelt und sozialer Gerechtigkeit beizutragen. Wissenschaftliche Erkenntnis braucht kritische persönliche Auseinandersetzung und Bezugnahme. Das gelingt am besten in Präsenz. Daher fordern wir von Senat und Hochschulleitungen:

  1. Soziale Grundlage sichern: 900€ monatlich als Vollzuschuss
  2. Bildung braucht Präsenz
  3. Mensen und Bibliotheken sind Grundlage für Wissenschaft: Sie müssen geöffnet werden
  4. Restriktionen abschaffen: Fristen für ein Jahr verlängern, Freischussregelung für alle Prüfungen“

Besonders lesenswert sind auch die über 340 Kommentare zur Petition in denen die Unterzeichner*innen begründen, warum eine Öffnung der Hochschulen und eine soziale Absicherung der Studierenden dringend geboten ist. Eine Vertonung einer Auswahl der Kommentare findet ihr hier.

Kundgebung zur Wiedereröffnung der Universität Hamburg am 03.06.20

Am 03.06. haben wir auf dem Allendeplatz eine Kundgebung zur Wiederöffnung der Universität abgehalten und im Anschluss eine Petition dem Uni-Präsidium übergeben. Mit Redebeiträgen aus den Fachbereichen Erziehungswissenschaft, Medizin und Sozialökonomie. Aus dem Aufruf-Text:

„Sind die Hochschulen reine Ausbildungsstätten mit Studierenden als lediglich Empfänger von Berufsqualifikation? Oder sollen sie öffentliche Einrichtung gesellschaftlich verantwortlicher Erkenntnisbildung und Persönlichkeitsbildung sein mit demokratisch organisierter kritischer Wissenschaft? Dieser dauernde Konflikt wird angesichts der Corona-Pandemie verschärft und spiegelt sich aktuell in der Frage, wann die Universität wieder geöffnet wird und wofür. […]

Auch Studierende sind auf die Infrastruktur der Universität angewiesen – nicht zuletzt deshalb, weil nicht alle über angemessene Arbeitsräume und Internetzugang verfügen. Die Einschränkung des Zugangs zu den Hochschulgebäuden ging einher damit, dass die Studierenden mit den Eindämmungsverordnungen zu „Publikum“ degradiert wurden. Ein klarer Gesetzesverstoß, das Hamburgischen Hochschulgesetz besagt eindeutig: Studierende sind Mitglieder der Universitäten! Sie haben das Recht und die Pflicht, sich an der Einheit von Forschung und Lehre zur kooperativen Erarbeitung von Lösungen gesellschaftlicher Krisen zu beteiligen. Alle Mitgliedergruppen der Hochschule sollen und können initiativ hierfür sein.“